Montag, 11. Dezember 2017
Tomatin 30 & Decades
Anders als der enttäuschende Glen Grant Five Decades ist der Tomatin Deacdes, ebenfalls eine Zusammenfügung aus Whiskies verschiedener Jahrgänge, eine wirklich gelungene Mischung. Von den Jüngeren hat er die Frischifikanz und Dynamischizität, von den Mittelalten den Fasscharakter, von den Alten die abrundende Holzigkeit und Ausgeglichenheitsmilde. Die 30-jährige Standardabfüllung ist jedoch nicht anders als der enttäuschende Glen Grant Five Decades, nur anders enttäuschend. Während beim erwähnten Glen Grant sich die Jahrgänge neutralisieren, so dass der Whisky im geschmacklichen Niemandsland ankommt, befindet sich der Tomatin 30 bereits gerüchlich im Niemandsland, und ist geschmacklich eine glatte Null. Die abrundende Holzigkeit und Ausgeglichenheitsmilde hat er zwar schon, aber erstens gibt es da nichts abzurunden, sprich keine Geschmacksrichtung, die abrundungsberechtigt, und keinen Charakter, der abrundungsbefähigt wäre, und zweitens hat die Milde nichts auszugleichen, da dieser Whisky nach nichts schmeckt. Fairerweise muss man hinzufügen, dass er wenigstens nicht mit tollen Gerüchen trügt, - immerhin.
Tomatin 30
Schulnote: 4,2
Empfehlung: nicht meinerseits, aber Geschmack ist subjektiv
Preisklasse: Luxus (120-200 Euro)
Tomatin Decades
Schulnote: 2,1
Empfehlung: kein unbedingtes Muss, aber ein bedingtes Kann
Preisklasse: hoch (75-120 Euro)
na gut, auch der Glen Grant Five Decades
Schulnote: 4
Empfehlung: siehe Tomatin 30
Preisklasse: vor vier Jahren hoch (75-120 Euro)
