Sonntag, 21. Januar 2018

Rundlets & Kilderkins




Das Campbeltown-Trio der kleinen Fässer. Der Springbank wurde im November 2001 destilliert und im Januar 2012 abgefüllt, und ist somit bescheidene 10 Jahre alt. Doch je kleiner das Fass, umso größer die Berührungsfläche des Inhalts mit dem Holz. Und so riecht dieser Springbank bereits nach einem satten Sherryholz, und ist von mitteldunkler Farbe, die ein höheres Alter vermuten lässt. Gut trinkbare 49,4%, schmeckt wie ein typischer Springbank, nur eben verdichtet. Alkoholz und Prickelsherry. Eine wahre Springbank in die westschottische See.

Der Longrow wurde wie der Springbank im November 2001 gebrannt, aber ein Jahr später vergossen, und ist somit 11 Jahre alt. Fast dunkel, mit seinen 51,7% vom Geschmack fast fassstärkenstark. Riecht ausgewogen frech nach Torf und See. Selbst nach ein paar Würfeln Käse noch scharf. Holzig, kraftvoll, leicht pfeffrig.

Mein Favorit aus diesem Trio ist der scheinbar unscheinbare Hazelburn. Er wurde auf den Monat zwei Jahre später als seine Gebrüder gebrannt, und kam als 10-Jähriger im Januar 2014 auf die Welt. Er ist der hellste im Trio und hat genau 50,1% Alkohol, d. h. nicht ganz exakt 50. Riecht nach Torf und Hellholz, angenehm stark. Schmeckt nach Sauerholz, eichig, angenehm. Leicht-wohliger Nachklang, smooth, angenehm torfig, Schärfe kommt später, Sherry kaum bis nicht spürbar. Insgesamt der sanfteste und auch der beste der Drei.


Springbank 10 Rundlets & Kilderkins

Schulnote: 2,2
Empfehlung: eher Sammelempfehlung
Preisklasse: mittlerweile königlich (200-500 Euro)


Longrow 11 Rundlets & Kilderkins

Schulnote: 2,4
Empfehlung: beim Alles-Muss-Raus-Angebot zugreifen, sonst zu teuer
Preisklasse: 5 Jahre nach Abfüllung bereits königlich (200-500 Euro)


Hazelburn 10 Rundlets & Kilderkins

Schulnote: 2
Empfehlung: guter Stoff, aber 400 die Flasche
Preisklasse: schon nach 4 Jahren hochköniglich (200-500 Euro)