Freitag, 7. September 2018

Rosebank 21





Der 1992 destillierte und 2014 abgefüllte 21-jährige Rosebank besticht nicht mit Aromen oder Geschmäckern, nein, er korrumpiert nicht die Sinne, sondern verwöhnt sie. Eine angenehm trinkbare Fassstärke mit 55,3%, blumiger, sonnenblumiger, ja sonniger Duft, zergeht auch im gleichen Stil auf der Zunge. Vergleichbare Whiskies wären der 25-jährige Mannochmore und der gleichaltersangabige Glen Scotia, wobei der letztere eine ebenmäßig ebengleiche Sandigkeit aufweist, und ansonsten mit dem großartigen Rosebank nicht auf denselben Tisch zu stellen ist.

Ein geschmackvoller Genießerwhisky, der aber zum Schluss zergeht, und keinen ultralangen Abgang hat, aber immerhin einen sehr langen. Der Lowland-Charakter zeigt sich dadurch, dass er trotz der Stärke schon zum Ende des ersten Drams etwas weich wird, und das Geschmäckerbouquet nicht auf astronomisch hohem Niveau halten kann. Geschmacklich erfreulicherweise Luxus, preislich bedauernswerterweise Ultraluxus.

Schulnote: 1,2
Empfehlung: sollte man probiert haben
Preisklasse: astronomisch (500-1000 Euro)