Montag, 11. Dezember 2017

Aberlour 10, 12, 15, 16 & 18




Einfacher und klarer als Aberlour 10 ist wohl nur der Leitungsrohrsaft. Ein leicht metallischer, minimal fruchtiger, klarer und einfacher Whisky. Der 12-Jährige ist zwar etwas komplizierter, aber keineswegs komplexer: etwas mehr Frucht, aber dafür auch metallischer und schlechter im Abgang. In dieselbe Einkerbung schlägt sich auch der 15-Jährige hinein, der vom 10-järigen nur durch höhere Holzanteile zu unterscheiden ist. Die jüngsten drei standardabgefüllten Aberläuer sind summa summarum weit entfernt vom summum bonum: langweilige, nichtfisch-nichtfleischliche, mit dem nächsten Dram leicht vergessene Malts. Der 16-jährige Aberlour ist die Demo-Version des großartigen 18-jährigen, dem an einer anderen Stelle bereits mein ausführliches Lob galt. Wenn es denn einer der Aberläuer sein sollte, kann die Qual der Wahl nur zwischen dem 16- und dem 18-jährigen ausgelitten werden, wobei es ausschließlich geiztechnisch eine offene Frage wäre. Banausen wird der 16-Jährige genausogut gefallen, wer etwas mehr Whisky-Erfahrung hat, wird den 18-Jährigen ohne Rücksicht auf Verluste in der Geldbörse eindeutig bevorzugen.


Aberlour 10

Schulnote: 3,5
Empfehlung: nun ja, auch er macht betrunken
Preisklasse: fast geschenkt (20-35 Euro)



Aberlour 12 Double Cask

Schulnote: 3,7
Empfehlung: dann lieber den Zehner
Preisklasse: niedrig, unterer Bereich (35-50 Euro)


Aberlour 15 Select Cask Reserve


Schulnote: 3,2
Empfehlung: negativ
Preisklasse: niedrig, oberer Bereich  (35-50 Euro)



Aberlour 16 Double Cask

Schulnote: 2,4
Empfehlung: wenn man den 18-er noch nicht probiert hat
Preisklasse: medium, unterer Bereich (50-75 Euro)



Aberlour 18

 
Schulnote: 1,8
Empfehlung: oh ja, und Hachez-55%-Milchschokolade dazu
Preisklasse: medium, oberer Bereich (50-75 Euro)