Freitag, 7. September 2018
Laphroaig 25
Guter Stoff, dhefinithief. Typische Laphroaig-Noten, die bereits beim 18-er geistvoll begeistern, hier jedoch verdichtet, weniger süß, mehr jodig-torfig-heilmedizinisch. Dunkelgrün im Geschmack, trocknet angenehm, hinterlässt einen zufriedenstellendst befriedigenden Abgang. Halbe Stunde Später prickelt er noch nach, also ein perfekter Abschlussdram an einem Abend mit Whiskies in Trinkstärke. Das Ding ist aber: dieses Ding ist in Fasstärke abgefüllt, und hat dennoch nur 45,1%. In der Gegend müssen sich sehr durstige Engel rumtreiben. Der Angels' Share fällt bei Laphroaig serienmäßig sehr großzügig aus. Ob da noch Elfen und Feen mitnippen, ist nicht bekannt. Bekannt ist, dass es noch andere 25-jährige Laphroaigs gibt, die etwas kräftiger ausfallen. Für Laphroaig-Freaks, die das idiosynkratische Medizingeschmäckerle mögen, ist der 28-Jährige noch besser geeignet. Für normale Islay-Genießer ist dieser Laphroaig eine ebensowichtige Duftmarke wie der kapitale 25-jährige Caol Ila.
Schulnote: 1,4
Empfehlung: umbedynkt
Preisklasse: königlich (200-500 Euro)
